Woher kommt die Motivation zum Bloggen?

Woher kommt die Motivation zum Bloggen auf www.three-flights-up.com

Es gibt Tage Wochen, da fehlt mir ehrlich gesagt die Motivation zum Bloggen. Das liegt noch nicht einmal an fehlenden Ideen, sondern an der Umsetzung. Es ist aufwändig, mühsam – und manchmal schleicht sich bei mir das Gefühl ein, dass sich die Mühe gar nicht lohnt. Einige Stimmen sagen, dass dies schon eine falsche Einstellung ist, da man als Hobbyblogger in erster Linie für sich selber bloggt und die Leserschaft allerhöchstens an zweiter Stelle steht. Mir kann aber niemand erzählen, dass er sich auf Dauer genauso viel Mühe und Zeit nimmt für Blogposts, die nicht gelesen werden, wie jemand, der eine stetige Leserschaft versorgt, von der er sogar noch fleißig Kommentare bekommt. Die Texte sind schließlich größtenteils an eine gewisse Zielgruppe gerichtet, wurden mit der Intention geschrieben einen Mehrwert zu erzeugen. Wenn der Blog also kaum wahrgenommen wird, dann fühlt sich das an, als wenn man für eine Klausur lernt, die nie benotet werden wird. Dass man einen längeren Atem braucht, genauso wie bei vielen anderen Projekten auch, ist natürlich klar. Und von nichts kommt schließlich nichts.

Nun sitze ich hier aber Sonntags nachts und bin plötzlich höchstmotiviert. Dies kommt nicht davon, dass meine Abschlussarbeit abgegeben ist, mein Umzug bis auf’s kleinste Detail durchgeplant ist und ein neuer Lebensabschnitt anfängt. Ich ging davon aus, dass all dies Gründe dafür wären, wieder richtig durchzustarten mit dem Blog und neue Energie dafür zu finden. Diese und noch weitere Dinge haben in den letzten Wochen nämlich ziemlich viel Kraft gekostet. So lief das aber nicht. Motiviert hat mich Nicole von Smalltownadventure.

Manchmal zählt nicht die Quantität der Reaktionen auf einen Post, sondern die Qualität. Während Beautyposts und Rezensionen oft fast „wie von selber laufen“, gibt es Herzenstexte, die diesen Lifestyleblog zu etwas Persönlichem machen. Wenn man keine große feste Leserschaft hat, ist es aber schwierig, Personen mit diesen Texten zu erreichen. Nach solchen Beiträgen wird eher nicht gegoogelt. Das heißt, man muss theoretisch mehr Energie in die Verbreitung stecken. Sonst läuft dies nur über euer aufgebautes Netzwerk.

Wenn ihr meinen Blog schon etwas länger abonniert habt, werdet ihr euch vielleicht an meinen Beitrag „Dinge, die man in 2016 sagen kann“ erinnern. In dem Post ging es darum, dass – egal was ihr sagt – irgendjemand sich immer angegriffen fühlen wird und immer häufiger nach Situationen gesucht wird, in denen man (vor allem in den sozialen Medien) auf jemanden losgehen kann, um seiner Unzufriedenheit freien Lauf zu lassen. Nicole hat diesen Beitrag nicht nur in ihren Favoriten für den August, sondern auch in ihrem neusten Post „Über Shitstorms auf Blogs und in sozialen Netzwerken“ erwähnt.

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Das ist eine sehr große Ehre und hat mich riesig gefreut. Ich finde es toll, dass ein Post in der Art gut ankommt und gerne gelesen wird. Dadurch, dass sie noch einmal persönlicher sind, nicht nach Review-Schema-F geschrieben werden, ist der Maßstab viel subjektiver. Das macht ehrlich gesagt richtig Bock auf’s Schreiben. Voller Motivation für’s Bloggen werde ich mich den ganzen Beitragsvorlagen widmen, die sich in letzter Zeit angesammelt haben und mich vielleicht auch etwas heikleren Themen annähern. 20 nützliche Tipps für mehr Motivation allgemein, findet ihr in diesem Beitrag auf Vita Corio.


In den nächsten Tagen könnt ihr euch wieder über mehrere Aufgebraucht-Posts freuen. Der Letzte ist Ewigkeiten her, dementsprechend kam viel zusammen. Den Müll wollte ich aber definitiv nicht mit in die neue Wohnung schleppen. 😀

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6 Comments

  • Reply Conny

    Ich freue mich, etwas von dir zu lesen. <3 Ich bin durchs Nicoles Beitrag auf deinen Blog gestoßen und seitdem hast du mich als neue Leserin 🙂 Und da ich auch seit langem mal wieder Blogge und auch Blogs gerne lese, habe ich mir vorgenommen, unter jeden tollen Post auch ein (hoffentlich) tollen Kommentar zu hinterlassen!
    Motivation AHU 😀
    LG Conny

    23. September 2016 at 0:07
  • Reply Alex

    Hey Isabella,

    genau genommen weiß ich gar nicht so genau, wie ich auf deinem Blog gelandet bin. Aber es fing mit Instagram an… bedenklich. Auf jeden Fall hat mir dein Beitrag den entscheidenden Stoß versetzt, es mit einem eigenen Blog zu versuchen. Selbstverständlich zum Missfallen des mürrischen, motivationsbefreiten Zweiflers in mir. Danke dafür.

    Da unsere Glücksrezeptoren wohl ähnlich arbeiten wünsche ich dir für die Zukunft eine sehr leichte „Lohnt nicht“-Wagschale. Ist jetzt auch total nicht eigennützig von mir 😉 . Ich selbst werde auf jeden Fall versuchen, meine Anfangsintension möglichst lange gedanklich zu konservieren.

    Alles gute dir & ruhigere Sonntage!

    7. Oktober 2016 at 1:15
  • Reply Patty

    Sehr schöner Beitrag. Ich finde es toll das du auch solche Herzenstexte mit in deinen Blog einbaust 🙂
    Das ist mal etwas anderes, als man sonst immer liest !

    Liebe Grüße
    Measlychocolate by Patty
    Measlychocolate now also on Facebook

    21. Dezember 2016 at 21:56
  • Reply bknicole

    Erstmal freut es mich zu hören, dass ich dir mit den Verlinkungen so eine Freude machen konnte. Für mich ist sowas selbstverständlich und gehört einfach mit dazu. Ich finde es schöner, wenn man sich als blogger gegenseitig hilft und unterstützung und einfach auch mal Beiträge verlinkt, die man selbst richtig toll findet.

    Tut mir Leid, dass ich auch erst jetzt zum Kommentieren gekommen bin, denn dein Beitrag ist ja nun auch schon eine Weile her, aber seitdem bei mir die Uni wieder los ging, hat leider auch mein Blog etwas gelitten, dazu kam auch das Privat ziemlich viel los gewesen ist. Ich hoffe aber, dass du deine Motivation auf lange Zeit wiederfindest, denn ich mag deinen Blog sehr und liebe deinen Schreibstil. Kann aber deine Worte zu Beginn des Textes auch komplett nachvollziehen. So ein Blog lebt einfach von Kommentaren und die motivieren dann natürlich auch wieder zum Schreiben.

    Danke auch für dein liebes Kommentar zum Kampf der Buchgenres.
    Das freut mich zu hören, dass das bei dir auch so erfolgreich war :). Ist halt auch der Vorteil, dass man unbewusst lernt und der Spaß im Vordergrund steht, was halt auch wesentlich angenehmer ist. Stimmmt mit einem Ebook ist das sicherlich dann noch praktischer. Ich schlage die wenigen Worte die ich brauche dann halt immer kurz mit meinem Handy nach, das geht auch, aber für Anfänger ist ein Ebook da sicherlich zeitsparender.

    28. Dezember 2016 at 13:40
  • Reply bknicole

    Dankeschön das freut mich zu hören :). Ich habe da auch nur den einen Film gesehen, der war ganz gut, ist halt ziemlich ausgefallen und verrückt und das sieht man ja schon an den Promo Bildern richtig gut. Vor allem das Setting ist halt toll.

    Ich fand die ersten zwei Folgen ehrlich gesagt auch nur ok. So wirklich viel tut sich in meinen Augen leider nicht und bei mir kommt die Spannung einfach nicht Richtung auf. Hoffe, dass die Serie sich da noch steigert, wäre Schade, denn Potenzial ist da, aber es wird einfach nicht umgesetzt. Tiefgang wünsche ich mir auch endlich einmal, das war ja schon meine Kritik zur ersten Staffel.

    15. Januar 2017 at 19:59
  • Reply Three Flights Up - Mitten im Leben ankommen? - Three Flights Up

    […] wie ihr eventuell hier schon gelesen habt, hatte ich vor einigen Monaten meine letzte Amtstat als Studentin hinter mich gebracht und meine […]

    22. Januar 2017 at 17:39
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